text

Produkttexte, PR-Texte, Website-Texte, Blog-Texte… Möchtest Du Aufmerksamkeit erzeugen, überzeugen, in Erinnerung bleiben? Dann kommst Du an guten Texten nicht vorbei.

Du willst Kompliziertes nach außen verständlich machen ohne firmeninternes Fachchinesisch? Oder etwas scheinbar Langweiliges interessant erzählen? Auch eine Produktbeschreibung kann eine Geschichte sein.

Du hast die Infos, ich schreibe die Geschichte. Und treffe dabei den Ton. 

 

RECHTS(UN)SICHER IM WEB

            

09 | 03 | 2019

Die Fragen nach Impressum und Datenschutz, Bildrechten, Cookies und der Datenschutzgrundverordnung sind omnipräsent. Also ging ich zu einem Seminar. Zur Sicherheit. Es waren Leute da, die Blogs schreiben wollten. Oder Online-Shops. Oder Vereinsseiten betreuen. Wir lasen gemeinsam das Telemediengesetz. 

Immerhin: Die üblichen Impressums-Generatoren, die man im Netz findet, sind ok. Ins Impressum gehört übrigens unter anderem Ihre Steuernummer. Hört sich einfach an, oder? Gemeint ist aber nicht einfach nur Ihre Steuernummer. Auch nicht die Steueridentifikationsnummer. Sondern Ihre Umsatzsteueridentifikationsnummer. Haben Sie nicht? Dann nicht. 

Als wir bei Fernabsatzverträgen und Widerrufsrecht angekommen waren, standen den Leuten mit Online-Shops Tränen in den Augen.

Und Bilder? Gibt es reichlich, kostenlos und lizenzfrei, z.B. auf Unsplash. Gibt man im Impressum an, nicht mal die Namen der Fotografen sind nötig. Nur was, wenn in zwei Jahren der Fotograf, dessen Fotos Sie verwenden, seine Bilder nicht mehr auf Unsplash zur Verfügung stellt? Darüber werden Sie nicht informiert. Und wenn doch, dann per Abmahnung.

Als wir den elektronischen Geschäftsverkehr besprachen, dachte ich, wir bräuchten Schnaps.

Wenn Sie ein Profil auf Xing oder Facebook haben, müssen Sie übrigens auch dort ein eigenes Impressum angeben. Wussten Sie, stimmts? 

Am Ende des Kurses wollte keiner mehr einen Blog schreiben. Oder einen Online-Shop haben.

Wir haben viel gelernt: Wenn du nicht Jura studiert hast, bleib lieber im Bett. Alles andere ist zu gefährlich.

NEONGESTYLT AUS DEM WINTERSCHLAF

            

19 | 02 | 2019

Mein Revier ist der Alsterwanderweg. Spazierend, joggend, manchmal sogar per Kanu. Ich teile mein Revier gerne mit einer Menge anderer Leute. Was mich aber wirklich nervt, sind diese Schönwetter-Jogger. Mit den ersten frühlingswarmen Sonnenstrahlen kommen sie allenthalben aus ihren Löchern gekrochen, in denen sie bis eben noch Winterschlaf gehalten hatten. Erkennen kann man sie an ihrer ganz besonders neonleuchtenden Funktionskleidung, top gestylt, super hip, alles neu. Logisch, sie laufen ja heute das erste Mal, den ganzen langen, grauen, nassen, kalten Winter haben sie in mollig warmen Einkaufscentern verbracht und Laufoutfits geshoppt. Während ich also in meinen nicht mehr ganz so ergonomischen Lauftights und grau gewaschener Fleecejacke meine Runde drehe, schnallen die Schönwetter-Erwachten sich ihre tablettgroßen Fitnesstracker um ihre nicht ganz so großen Bizepse und wollen vor allem eins: Gesehen werden. Dazu verkünden sie alle paar Minuten deutlich lauter als nötig (und was ist schon nötig?) ihren Kalorienverbrauch. An jeder dritten Parkbank halten sie an und tarnen ihre Schnappatmung mit Dehnübungen. 

Ob ich neidisch bin? Überhaupt nicht! Ich verstehe nur nicht, dass diese Winterschläfer mir hier plötzlich die Luft verbrauchen. In meinem Revier! 

Aber egal: Nächste Woche regnet es wieder. Dann sind sie verschwunden, die Neongestylten. Ich werde da sein. Streife laufen in meinem Revier. 

NOMINALISIERST DU NOCH, ODER SCHREIBST DU SCHON?

            

04 | 02 | 2019

Aus Gründen der Sprachökonomie, Diversität im Ausdruck und Reduktion syntaktischer Komplexität bei gleichzeitiger Erhöhung informationeller Dichte kommt gern der Nominalstil zur Anwendung. Er soll zur Verleihung einer professionellen Wirkung und Schaffung einer gewissen Distanz beitragen. 

Zur Erzeugung von Nähe und persönlicher Bindung besitzt er hingegen keine Eignung.

Damit zeigt er eine ausgeprägte Resistenz gegen jegliche Sprachempfehlungen und Verständlichkeits-Studien. Besondere Verbreitung genießt er in der Behörden- und Amtssprache. Mit ihm geht meist eine Verkomplizierung und Abstrahierung einher sowie die Erzeugung von Distanz und Starrheit der Sprache. Der Nominalstil steht der einfachen, schnellen Verständlichkeit und damit dem Zugang zu Informationen im Wege.

Die gute Nachricht: Die Umwandlung in Verben ist unkompliziert in der Durchführung!

Also nochmal. 

Um Sprache effizienter und vielfältiger zu machen und um den Satzbau zu vereinfachen, während gleichzeitig viele Informationen vermittelt werden sollen, wird gern der Nominalstil angewandt. Er soll dem Text eine professionelle, distanzierte Wirkung verleihen. 

Um Nähe und persönliche Bindung zu erzeugen ist er hingegen nicht geeignet.

Damit verstößt er hartnäckig gegen jegliche Sprachempfehlungen und Studien zur Verständlichkeit. Besonders verbreitet ist er in der Behörden- und Amtssprache. Meist macht er Zusammenhänge komplizierter und unverständlicher, außerdem wirkt  er distanziert und starr. Der Nominalstil verhindert, dass wir Informationen einfach und schnell verstehen können.

Die gute Nachricht: Er lässt sich leicht in einfache Verben umformen!

Ich glaub, ich hab Telephobie

            

20 | 01 | 2019

Zugegeben, ich schmolle ein bisschen. Immer, wenn ich mit meiner besten Freundin telefoniere, ist sie außer Atem, klappert mit Töpfen oder dröhnt ihre 30 Jahre alte Karre so laut, dass ich höchstens jedes dritte Wort verstehe. Mit anderen Worten: Sie ruft mich nie an, ohne dabei zu joggen, zu kochen, oder irgendwie unterwegs zu sein. Oder alles gleichzeitig.

So ganz allgemein lässt sich beobachten, dass neben dem joggenden Telefonieren auch das gassigehende Telefonieren sehr en vogue ist. Wer das aushält, ist mir schleierhaft. Möchten sie mit jemandem telefonieren, der Ihnen stakkatoartig alle paar Sekunden ins Ohr schreit „Rufus, lass den Chihuahua los!“, „Nein, die Stockente kannst du nicht fressen!“, während Sie gerade versuchen, von, sagen wir, Ihrer Beziehungskrise zu erzählen? 

Dabei reden doch alle von Achtsamkeit. 

Oder hab ich das falsch verstanden? 

Meint die Übung der Achtsamkeit „Achte darauf, wo Du beim Joggen Deine Füße hinsetzt, während Du eine Facetime-Konferenz führst und Dir parallel einen Pullover strickst“? Achso…

Eine Mail dagegen dauert, dafür muss man sich Zeit nehmen. Exklusiv für eine Person. Die ultimative Wertschätzung. Dass meine beste Freundin währenddessen Kaffee trinkt, Zeitung liest und Frühstücksfernsehen schaut? Davon weiß ich nichts. 

ÜBER DIE VORZÜGE DER FREIBERUFLICHKEIT

            

07 | 01 | 2019

Besinnlich ist ja so ein Jahreswechselwort. Oder? Doch, besinnlich soll es sein „zwischen den Jahren“. 

Die Frage ist, wie lange. Zwischen den Jahren ist ja eigentlich am 1. Januar vorbei. Und besinnlich? Wo hört besinnlich auf und fängt beängstigend an? Haben Sie sich schonmal selber angerufen? Ja, ich weiß, weil Sie Ihr Handy nicht finden konnten. Ich frage mich inzwischen mehrmals am Tag, ob meines noch funktioniert. Leuchtet, die Apps öffnen sich, sieht alles normal aus. Aber was, wenn ich nicht angerufen werden kann? Ja bestimmt, da haben sicher schon zehn potentielle Auftraggeber angerufen, also versucht anzurufen, aber.. Kaputt! Das muss es sein, ich wähle auf dem Festnetz meine Nummer.. ein Geräusch! Eins, das ferne Erinnerungen wachruft.. Es klingelt doch tatsächlich – mein Handy! Nur schade, dass ich selber dran bin. Gut, oder nicht gut, dann ist das auch nicht der Grund. Für diese.. überbordende Besinnlichkeit. Also wenn jetzt der Eindruck entstanden ist, es liefe gerade nicht so bei mir.. Naja.. Ist ja auch schön, mal Zeit zu haben, nicht? Fenster putzen, was im Garten machen, Staubsaugen, Einkaufen. Ist schon doll mit der Freiberuflichkeit, man kann einkaufen, wenn es sonst keiner tut! Leere Gänge, kein Stau an der Kasse. Das ist echte Selbstverwirklichung: Sich die Zeit selbst einteilen, seinen Biorhythmus leben, keine Zeiterfassung, keine Urlaubsanträge. Also für mich eine echte Errungenschaft des modernen Arbeitens! Und so schweigt das Handy weiterhin, ich schiebe durch besinnlich leere Gänge und suche meine Selbstverwirklichung – bei Aldi.

RATGEBER ZUM GESUNDEN MENSCHENVERSTAND

            

13 | 02 | 2019

Ich las „Madame Moneypenny“ und sortierte meine Konten. Seitdem mache ich in Aktien und habe ständig den DAX im Blick. Dann las ich „Magic Cleaning“ und sortierte meine Schränke. Seitdem fehlt mir nichts. Danach las ich „Supergesund mit Superfood“ und sortierte meine Küche neu. Seitdem ernähre ich mich von Grünkohl. Als nächstes las ich den „Beziehungsretter“ und sortierte meinen Mann aus. Seitdem ist es sehr ruhig bei mir. Dann las ich „Digital Detox“ und sortierte meine Handyeinstellungen neu. Seitdem ruft niemand mehr an.

Nun laufe ich durch die leere Wohnung und suche.. Nach meinem gesunden Menschenverstand. Den muss ich wohl mit aussortiert haben. Was mache ich denn jetzt? Ich schaue gleich mal, was es da an Ratgebern gibt. Und dazu bestelle ich mir eine Pizza und shoppe mal wieder ordentlich!

ROTKÄPPCHEN GOES DATA STORYTELLING

            

26 | 01 | 2019

Data Science ist in aller Munde. Jeder tut es, vom Einzelunternehmer bis zum Großkonzern werden Daten gesammelt. Schon im nächsten Schritt steigen die Ersten aus: Daten nützen nur etwas, wenn sie auch ausgewertet werden. Und nun? Heißt es, Rückschlüsse ziehen und Erkenntnisse gewinnen. Meist ist das die Phase, in der Diagramme, Tabellen, ellenlange Texte entstehen. Ein bisschen trocken, ehrlich gesagt. Wenn Mitarbeiter, ganze Abteilungen ins Boot geholt werden oder die Auswertung der Daten gar nach Außen kommuniziert werden soll, dürfte es doch gern ein bisschen mehr Sexappeal haben, oder? Und hier kommt Data Storytelling. Statt Ihren Mitarbeitern Myriaden von Zahlen um die Ohren zu hauen, die sich ohnehin keiner merkt, verpacken Sie Ihre Zahlen in eine Geschichte. 

Ein (Negativ-)Beispiel:

  • Rotkäppchen muss 1,5km von A (Zuhause) nach B (Großmutter) gehen
  • Trifft unterwegs Wolf
  • Wolf geht vor, frisst Großmutter, legt sich verkleidet ins Bett
  • Rotkäppchen kommt um 15Uhr bei Großmutter an, stellt 3 Fragen
  • Problem: Nach Frage 3 frisst Wolf Rotkäppchen
  • Lösung: Förster setzt Werkzeug ein
  • Ergebnis: Rotkäppchen und Großmutter leben, Wolf nicht

Und? Öffnen sich Türen, laufen Kopfkinos an, werden Knie weich? Springt der Funke über? Sie wissen, wie es besser geht.

Das Rezept:

  1. Sie müssen weder Ihre Lebensgeschichte erzählen noch einen neuen Harry-Potter-Band erfinden, eine kleine Anekdote reicht schon.
  2. Seien Sie offen, ehrlich, humorvoll und persönlich. Erzeugen Sie Nähe. Toll ist, wenn die Story mit Ihrem Publikum, Ihrem Unternehmen oder Ihnen selbst zu tun hat.
  3. Weniger ist mehr: Drei Fakten, eine Story.

Die Vorteile von Data Storytelling:

  1. Es ist unterhaltsamer als pure Zahlen
  2. Geschichten können bis zu 22 Mal besser erinnert werden.
  3. Geschichten werden weniger hinterfragt als Zahlen.
  4. Menschen lassen sich nicht allein auf intellektueller Basis, also durch Vernunft überzeugen. Es braucht auch Emotionen.

Übrigens: Menschen lieben Bilder. Denken Sie zusätzlich zu Ihrer Story über Visualisierung nach. Nein, kein Tortendiagramm. Vielleicht eine Infografik?

ODE AN DEN WEISSRAUM

            

14 | 01 | 2019

Weißraum, damit sind die leeren Flächen auf einer Seite gemeint. Freiräume. Es gibt Menschen, die haben Angst vor Weißraum. Ob das die gleichen sind, die mit Freizeit nicht klar kommen, weiß ich (noch) nicht. Leere – also ungenutzte Fläche – wird gern mit unnützer Fläche verwechselt. Nein, das ist nicht dasselbe. Ich höre öfter „Da ist doch noch massig Platz. Das kannst du doch zusammenschieben, das ist ja die reinste Platzverschwendung!“ Warum ist Weißraum nur so schwer auszuhalten? Dabei hat ein mit viel Weiß gesegnetes Layout doch eine so edle, zeitgemäße Ausstrahlung, es verströmt mondäne Gelassenheit und vermittelt den Eindruck von Großzügigkeit – ich komme ins Schwärmen. 

Weißraum ist in der Gestaltung das, was in Vorträgen Pausen sind. WärenSieJetztScharfDaraufDasIhnenJemandSeinenVortagOhnePunktUndKommaUndOhneLuftZuHolenUmDieOhrenHautSodassSieNichtMalZeitHabenDasGehörteÜberhauptZuBegreifen? Na also. 

So wie Sie beim Sprechen Pausen machen, um Gesagtes wirken zu lassen und Ihrem Zuhörer die Möglichkeit zu geben, Ihnen zu folgen,  so halte ich bewusst Flächen frei, auf denen das Auge sich ausruhen kann. 

Wenn Sie bei Tante Gisela eingeladen sind und vor der raumfüllenden braunen Schrankwand sitzen, die bis obenhin vollgestellt ist, sehnen Sie sich da nicht auch nach ein bisschen weißer Wand? 

Ein ganz entspannter SonntagAbend..

            

16 | 12 | 2018

Dein Mann wünscht sich einen Kuchen für die Arbeit. Staub gesaugt, Betten bezogen, Bad geputzt hast du schon. Nun backst du. Er liest Zeitung. Seit zweieinhalb Stunden. Auf dem Weg in die Küche fällt dir ein, dass die Wäsche schon seit über zwei Stunden fertig sein müsste, aber Aufhängen kannst du, wenn der Kuchen im Ofen ist. Im Orangenabrieb landet so viel Fingernagel und -knöchel, dass jeder Vegetarier schonmal raus wäre. Der Mixer hat den Teig noch gar nicht berührt, da klebt schon mehr an der Wand als in der Schüssel. Endlich steht das, was doch noch übrig geblieben ist, im Ofen. Bei der Glasur rutscht dir die Rumflasche aus; keine Creme, sondern Soße. Du willst dir gar nicht vorstellen, wie das dem Kuchen bekommt, stellst es dir auch nicht vor, gießt einfach drüber. In dem Moment kommt der Mann in die Küche, um.. ja, um den Abwasch zu erledigen! Man muss wissen, dass er derjenige ist, der einen Geschirrspüler verweigert. Seit Tagen türmt sich dreckiges Geschirr auf nunmehr drei Metern der Küchenanrichte. Das also ist jetzt dein Moment! Dein Moment absoluter.. Glückseligkeit. Gleich gibt es Tatort.

kontakt

 

 

Hast Du ein spannendes Projekt? Brütest Du eine Idee aus? Wollen wir uns vielleicht mal kennenlernen? Zusammen brüten? Ich freue mich, wenn Du Hallo sagst.

Saselbergweg 1 | 22395 Hamburg

Saselbergweg 1 | 22395 Hamburg