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NOMINALISIERST DU NOCH, ODER SCHREIBST DU SCHON?

            

04 | 02 | 2019

Aus Gründen der Sprachökonomie, Diversität im Ausdruck und Reduktion syntaktischer Komplexität bei gleichzeitiger Erhöhung informationeller Dichte kommt gern der Nominalstil zur Anwendung. Er soll zur Verleihung einer professionellen Wirkung und Schaffung einer gewissen Distanz beitragen. 

Zur Erzeugung von Nähe und persönlicher Bindung besitzt er hingegen keine Eignung.

Damit zeigt er eine ausgeprägte Resistenz gegen jegliche Sprachempfehlungen und Verständlichkeits-Studien. Besondere Verbreitung genießt er in der Behörden- und Amtssprache. Mit ihm geht meist eine Verkomplizierung und Abstrahierung einher sowie die Erzeugung von Distanz und Starrheit der Sprache. Der Nominalstil steht der einfachen, schnellen Verständlichkeit und damit dem Zugang zu Informationen im Wege.

Die gute Nachricht: Die Umwandlung in Verben ist unkompliziert in der Durchführung!

Also nochmal. 

Um Sprache effizienter und vielfältiger zu machen und um den Satzbau zu vereinfachen, während gleichzeitig viele Informationen vermittelt werden sollen, wird gern der Nominalstil angewandt. Er soll dem Text eine professionelle, distanzierte Wirkung verleihen. 

Um Nähe und persönliche Bindung zu erzeugen ist er hingegen nicht geeignet.

Damit verstößt er hartnäckig gegen jegliche Sprachempfehlungen und Studien zur Verständlichkeit. Besonders verbreitet ist er in der Behörden- und Amtssprache. Meist macht er Zusammenhänge komplizierter und unverständlicher, außerdem wirkt  er distanziert und starr. Der Nominalstil verhindert, dass wir Informationen einfach und schnell verstehen können.

Die gute Nachricht: Er lässt sich leicht in einfache Verben umformen!

ROTKÄPPCHEN GOES DATA STORYTELLING

            

26 | 01 | 2019

Data Science ist in aller Munde. Jeder tut es, vom Einzelunternehmer bis zum Großkonzern werden Daten gesammelt. Schon im nächsten Schritt steigen die Ersten aus: Daten nützen nur etwas, wenn sie auch ausgewertet werden. Und nun? Heißt es, Rückschlüsse ziehen und Erkenntnisse gewinnen. Meist ist das die Phase, in der Diagramme, Tabellen, ellenlange Texte entstehen. Ein bisschen trocken, ehrlich gesagt. Wenn Mitarbeiter, ganze Abteilungen ins Boot geholt werden oder die Auswertung der Daten gar nach Außen kommuniziert werden soll, dürfte es doch gern ein bisschen mehr Sexappeal haben, oder? Und hier kommt Data Storytelling. Statt Ihren Mitarbeitern Myriaden von Zahlen um die Ohren zu hauen, die sich ohnehin keiner merkt, verpacken Sie Ihre Zahlen in eine Geschichte. 

Ein (Negativ-)Beispiel:

  • Rotkäppchen muss 1,5km von A (Zuhause) nach B (Großmutter) gehen
  • Trifft unterwegs Wolf
  • Wolf geht vor, frisst Großmutter, legt sich verkleidet ins Bett
  • Rotkäppchen kommt um 15Uhr bei Großmutter an, stellt 3 Fragen
  • Problem: Nach Frage 3 frisst Wolf Rotkäppchen
  • Lösung: Förster setzt Werkzeug ein
  • Ergebnis: Rotkäppchen und Großmutter leben, Wolf nicht

Und? Öffnen sich Türen, laufen Kopfkinos an, werden Knie weich? Springt der Funke über? Sie wissen, wie es besser geht.

Das Rezept:

  1. Sie müssen weder Ihre Lebensgeschichte erzählen noch einen neuen Harry-Potter-Band erfinden, eine kleine Anekdote reicht schon.
  2. Seien Sie offen, ehrlich, humorvoll und persönlich. Erzeugen Sie Nähe. Toll ist, wenn die Story mit Ihrem Publikum, Ihrem Unternehmen oder Ihnen selbst zu tun hat.
  3. Weniger ist mehr: Drei Fakten, eine Story.

Die Vorteile von Data Storytelling:

  1. Es ist unterhaltsamer als pure Zahlen
  2. Geschichten können bis zu 22 Mal besser erinnert werden.
  3. Geschichten werden weniger hinterfragt als Zahlen.
  4. Menschen lassen sich nicht allein auf intellektueller Basis, also durch Vernunft überzeugen. Es braucht auch Emotionen.

Übrigens: Menschen lieben Bilder. Denken Sie zusätzlich zu Ihrer Story über Visualisierung nach. Nein, kein Tortendiagramm. Vielleicht eine Infografik?

kontakt

 

 

Hast Du ein spannendes Projekt? Brütest Du eine Idee aus? Wollen wir uns vielleicht mal kennenlernen? Zusammen brüten? Ich freue mich, wenn Du Hallo sagst.

Saselbergweg 1 | 22395 Hamburg

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